DEUTSCHER PREIS FÜR DENTALHYGIENE 2017

Auszeichnung für ein besonderes Gemeinschaftsprojekt

Geehrt wurden die Beteiligten der ersten multizentrischen prospektiven klinischen Studie zur Vermeidung periimplantärer Erkrankungen in Deutschland.
Von 2013 bis 2022 verlieh die Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde e. V. den Deutschen Preis für Dentalhygiene. Im Jahr 2017 stand eine besondere Zusammenarbeit von Zahnarztpraxen, Dentalhygienikerinnen und Wissenschaft im Mittelpunkt.

Ausgezeichnet
Studienteams
Beteiligte
21 Praxen + 21 DH
Laudatio
Dr. Jan-Philipp Schmidt
Besonderheit
42 Teile eines Preises

Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Preises für Dentalhygiene 2017

PREISTRÄGER 2017

21 Zahnarztpraxen und 21 Dentalhygienikerinnen

Der Deutsche Preis für Dentalhygiene 2017 würdigte die Beteiligten einer praxisbasierten klinischen Studie zur Prävention periimplantärer Erkrankungen.
Ausgezeichnet wurde damit nicht nur ein Forschungsvorhaben, sondern vor allem die langjährige Zusammenarbeit von Praxis, Wissenschaft und engagierten Prophylaxeteams.

Hintergrund

Warum wurde die Studie initiiert?

In seiner Laudatio erläuterte Dr. Jan-Philipp Schmidt, Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gesundes Implantat, die Entstehungsgeschichte des Projekts. Ausgangspunkt war die damals unzureichende Datenlage zu praxisnahen Präventionsmaßnahmen bei implantatgetragenen Versorgungen.
Fachliche Diskussionen und wissenschaftliche Veröffentlichungen hatten Anfang der 2010er-Jahre auf einen Mangel an klinischen Studien zur Wirksamkeit präventiver Maßnahmen zum Erhalt der periimplantären Gesundheit hingewiesen.
Daraufhin wurde gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygienikerinnen sowie weiteren Kooperationspartnern eine multizentrische klinische Studie initiiert, die unterschiedliche Prophylaxemaßnahmen unter Praxisbedingungen untersuchen sollte.

Gemeinsam für praxisnahe Forschung

Praxis
21 Zahnarztpraxen
Umsetzung der Studie unter realen Praxisbedingungen.
Prophylaxe
21 Dentalhygienikerinnen
Langjährige praktische Mitarbeit und professionelle Betreuung der Studienteilnehmenden.
Wissenschaft
Universitäre Kooperation
Wissenschaftliche Begleitung unter Einbindung der Parodontologie.

Damals vorgestellte Studienergebnisse

Praxisrelevante Erkenntnisse

1

Mechanisches Biofilmmanagement

Nach den 2017 vorgestellten Studienergebnissen erwies sich das regelmäßige professionelle mechanische Biofilmmanagement auch bei Implantaten als wirksam. Ein zusätzlicher Nutzen von Chlorhexidin wurde unter den untersuchten Bedingungen nicht festgestellt.
2

Prävention periimplantärer Entzündungen

Die damals präsentierten Ergebnisse zeigten, dass periimplantäre Mukositis im Rahmen des untersuchten Präventionskonzepts weitgehend vermieden werden konnte.
Die Angaben geben die im Rahmen der Preisverleihung 2017 dargestellten Studienergebnisse wieder.

Aus der Laudatio

„Ohne ihr langjähriges Engagement …“

Dr. Jan-Philipp Schmidt hob insbesondere die langjährige Mitarbeit der beteiligten Zahnarztpraxen und Dentalhygienikerinnen hervor. Ohne dieses Engagement wäre die Durchführung einer mehrjährigen praxisbasierten Studie in dieser Form nicht möglich gewesen.
Mit der Auszeichnung würdigte die GPZ deshalb ausdrücklich die Menschen, die über Jahre hinweg gemeinsam Daten erhoben, Präventionsmaßnahmen umgesetzt und damit zur Verbindung von wissenschaftlicher Fragestellung und täglicher Praxis beigetragen hatten.

Text der Urkunde

Würdigung der Pionierleistung

„Der Preis würdigt insbesondere die Pionierleistungen im Rahmen der ersten multizentrischen prospektiven klinischen Studie zur Vermeidung periimplantärer Erkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland.“
„Er ist darüber hinaus auch Anerkennung für eine beispielhafte Zusammenarbeit von niedergelassener Praxis und Wissenschaft sowie motivierter Prophylaxeteams zum Wohle der Bevölkerung.“

EIN PREIS · 42 TEILE

Jeder ein Teil des großen Ganzen

Die Verleihung 2017 hatte eine besondere Symbolik: Die Skulptur des Deutschen Preises für Dentalhygiene wurde eigens in 42 einzelne Teile zerlegt.
Jede der 21 beteiligten Praxen und jede der 21 Dentalhygienikerinnen erhielt einen Teil desselben Preises. Damit wurde sichtbar, was die Studie auszeichnete: Erst durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten entstand das große Ganze.

Die Preisverleihung

Laudator
Dr. Jan-Philipp Schmidt
Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gesundes Implantat.
Übergabe
Prof. Dr. Johannes Einwag
Zum Zeitpunkt der Verleihung Vorsitzender der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde.
Rahmen
Sommer-Akademie des ZFZ
Feierliche Ehrung der beteiligten Praxen und Dentalhygienikerinnen.

Herzlichen Glückwunsch!

Die GPZ gratuliert allen beteiligten Zahnarztpraxen und Dentalhygienikerinnen und bedankt sich für ihr außergewöhnliches Engagement und die beispielhafte Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft.

Deutscher Preis für Dentalhygiene 2013–2022

Von 2013 bis 2022 würdigte die GPZ Persönlichkeiten, Teams und Projekte, die sich in besonderer Weise um Dentalhygiene und präventive Zahnheilkunde verdient gemacht haben.

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